Die Aufgabe der Sortimentsseite festlegen
Entscheide zuerst, welche Frage die Seite beantworten soll. Geht es um einen Überblick über Warengruppen, ausgewählte Einzelstücke oder eine wechselnde Kollektion? „Wir führen Haushaltswaren“ ist ein Anfang. Für eine gezielte Besuchsentscheidung fehlen aber möglicherweise Material, Einsatzzweck und Art der Auswahl.
Eine Sortimentsübersicht muss nicht jeden einzelnen Artikel abbilden. Beginne mit wenigen Produktgruppen, die dein tatsächliches Angebot gut erklären. Nenne dabei auch wichtige Grenzen: Führst du beispielsweise nur bestimmte Größen oder berätst du zu einer begrenzten Auswahl? Unbestätigte Marken, verfügbare Stückzahlen und Lieferzusagen gehören nicht in den Entwurf.
Lege im Team fest, ob die Website lediglich informiert oder ob Besucher über einen angegebenen Kanal nach einem konkreten Artikel fragen können. Eine Schaltfläche sollte diesen wirklichen Ablauf benennen. „Verfügbarkeit anfragen“ weckt andere Erwartungen als „Jetzt kaufen“.
Produktgruppen mit einem festen Muster beschreiben
Nutze für jede Gruppe dieselben Informationsfragen. Das erleichtert die redaktionelle Pflege und hilft Besuchern beim Vergleich innerhalb deines Angebots. Der Inhalt sollte aus dem Geschäft kommen, statt ungeprüfte Herstellertexte zu sammeln.
- Bezeichnung: Was umfasst die Warengruppe?
- Auswahl: Welche Materialien, Größen oder Ausführungen führst du tatsächlich?
- Verwendung: Für welchen üblichen Zweck eignet sich die Gruppe?
- Darstellung: Zeigt das Bild einen konkreten Artikel oder ein Sortimentsbeispiel?
- Rückfrage: Welche Angaben braucht das Team für eine Verfügbarkeitsauskunft?
Fiktives Textbeispiel: „In unserem Geschäft findest du Keramiktassen in ausgewählten Formen und Glasuren. Die abgebildeten Stücke zeigen Beispiele unserer Auswahl. Wenn du eine bestimmte Form suchst, nenne uns bitte die Bildbezeichnung und die gewünschte Stückzahl. Wir prüfen anschließend, welche Ausführung derzeit im Geschäft erhältlich ist.“ Diese Vorlage verspricht keinen Bestand und beschreibt keinen realen GoAustria-Anbieter.
Ersetze die Beispielangaben durch bestätigte Informationen deines eigenen Betriebs. Für eine sehr kleine Auswahl kann eine gut gegliederte Seite genügen. Zusätzliche Unterseiten sind sinnvoll, wenn sie eigenständige Fragen beantworten und gepflegt werden können.
Bilder als Auswahlhilfe einsetzen und richtig einordnen
Zeige Motive, die die jeweilige Produktgruppe verständlich machen. Ein Übersichtsbild vermittelt die Bandbreite, ein Detailbild kann Material oder Verarbeitung erläutern. Kennzeichne nachvollziehbar, wenn ein Foto ein Beispiel zeigt und nicht die aktuelle Auswahl im Regal. Ein Symbolbild sollte nicht als Beleg für tatsächlich geführte Waren erscheinen.
Schreibe wesentliche Merkmale zusätzlich als Text auf die Seite. Besucher sollten eine Größe oder Ausführung nicht allein aus einem Foto erraten müssen. Die W3C-WAI-Entscheidungshilfe für Alternativtexte unterscheidet nach dem Zweck des Bildes: Ein informatives Foto braucht eine passende kurze Textalternative; bei rein dekorativen Bildern kann ein leeres alt-Attribut angemessen sein. Entscheidend ist die Funktion im jeweiligen Seitenzusammenhang.
Für die technische Vorbereitung der Dateien findest du im Ratgeber zu Website-Bildern einen eigenen Ablauf. Prüfe nach dem Einbau, ob wichtige Produktdetails auch auf dem Smartphone erkennbar bleiben.
Sortimentsauswahl und aktuellen Bestand auseinanderhalten
Eine Warengruppe kann dauerhaft zum Angebot gehören, während einzelne Ausführungen wechseln. Verwende deshalb keine pauschale Aussage wie „alles sofort verfügbar“, wenn das Team dies nicht zuverlässig pflegt. Eine allgemeine Sortimentsbeschreibung und eine konkrete Bestandsauskunft sind unterschiedliche Informationen.
Lege intern fest, was eine Änderung auslöst: etwa ein dauerhaft entfallener Artikel, eine neue Warengruppe oder ein nicht mehr repräsentatives Foto. Die zuständige Person sollte anschließend die betroffenen Texte und Bilder prüfen. Ein sichtbarer Stand kann die Einordnung unterstützen, ersetzt aber keine tatsächliche Aktualisierung.
Bei häufig wechselnden Einzelstücken kann eine kleinere, ehrlich beschriebene Auswahl praktikabler sein als ein umfangreicher, veralteter Katalog. Bewahre eine kurze Liste der dargestellten Gruppen mit verantwortlicher Person und letzter Prüfung auf. So bleibt die Aufgabe im Ladenalltag überschaubar.
Den Weg von der Auswahl zur Rückfrage erklären
Platziere den Anfrageweg in der Nähe der Produktbeschreibung. Bitte nur um Angaben, die dein Team zur ersten Prüfung benötigt, zum Beispiel Produktbezeichnung, gewünschte Ausführung und Menge. Eine interne Bildnummer kann helfen, wenn sie auf der Seite eindeutig erkennbar ist.
Anfragevorlage: Ich interessiere mich für [Bezeichnung auf der Website]. Gesucht sind [Ausführung] und [Menge]. Können Sie mir mitteilen, ob diese Auswahl derzeit im Geschäft erhältlich ist und wie der nächste Schritt aussieht?
Erkläre, ob auf eine Anfrage zunächst eine Rückmeldung folgt. Wenn du Reservierungen anbietest, muss der tatsächliche Ablauf dafür gesondert verständlich sein. Behaupte nicht allein durch eine Schaltfläche, dass bereits Ware zurückgelegt wurde. Teste den Weg mit einem Kollegen: Kann das Team anhand der Nachricht den gemeinten Artikel zuordnen? Für den anschließenden Besuch ergänzen die Hinweise zur Anfahrt die Warenübersicht.
Das Geschäft mit der passenden Übersicht vorstellen
Ein Profil im GoAustria-Verzeichnis kann die wichtigsten Warengruppen und den Standort knapp vorstellen. Auf deiner eigenen Website findet sich die ausführliche Auswahl. Verlinke auf eine stabile Seite, die zum Profiltext passt, statt für eine allgemeine Geschäftsvorstellung auf einen kurzlebigen Einzelartikel zu zeigen.
Für eine Veröffentlichung auf goaustria.at, businesses.at und wienzeitung.at gibt es das Österreich-Paket für 99 € pro Jahr. Der Betrag ist ein Jahresgesamtpreis; das Paket verlängert sich jährlich. Veröffentlichungen auf den weiteren Plattformen benötigen redaktionelle Umsetzung. Neue bezahlte GoAustria-Profillinks sind sponsored/nofollow. Das Paket umfasst weder den Aufbau eines Warenkatalogs auf deiner Website noch zugesicherte Ladenbesuche. Vergleiche Leistungen und Paketbedingungen, bevor du den Umfang auswählst.
Häufige Fragen
Muss ich jeden Artikel einzeln auf der Website zeigen?
Nein. Eine zutreffende Übersicht gut ausgewählter Produktgruppen kann für die erste Orientierung ausreichen. Einzelartikel solltest du nur in einem Umfang darstellen, den dein Team aktuell halten kann.
Ist eine Sortimentsseite automatisch eine Bestandsanzeige?
Nein. Erkläre ausdrücklich, was die gezeigte Auswahl bedeutet und wie Besucher nach einer bestimmten Ausführung fragen können. Aktuelle Stückzahlen solltest du nur nennen, wenn du sie verlässlich pflegst.
Kann das GoAustria-Profil meinen Warenkatalog ersetzen?
Das Profil stellt dein Unternehmen und seine Tätigkeit vor. Für eine ausführliche, laufend gepflegte Sortimentsdarstellung und konkrete Verfügbarkeitsauskünfte bleiben deine eigene Website und dein Geschäft zuständig.


