Zuerst klären, welche Information im Karussell steckt
Erfasse die tatsächlich vorhandenen Elemente: Fotos, Überschriften, kurze Beschreibungen und Links. Ein Karussell zeigt mehrere Inhalte nacheinander an derselben Stelle. Für die Prüfung zählt deshalb nicht nur das erste sichtbare Bild, sondern die gesamte Folge mit ihren jeweiligen Zielen.
Ordne jedem Element eine Besucherfrage zu. Soll jemand ein Projekt entdecken, einen Standort auswählen oder eine Leistung öffnen? Sind die Inhalte für diese Aufgabe zu verschieden, lässt sich eine statische Übersicht als Alternative mit der Betreuung besprechen. Bewegung allein erklärt noch keinen Zusammenhang.
Fiktives Prüfbeispiel: Ein erfundener Einrichtungsbetrieb zeigt drei Planungsleistungen in einem wechselnden Bereich. Eine Testperson soll die Beratung für kleine Räume öffnen und später wiederfinden. Das Beispiel beschreibt einen Testauftrag, keine tatsächlich geprüfte Website und kein Kundenergebnis.
Wichtige Leistungsinformationen sollten außerdem über nachvollziehbare Seitenwege erreichbar bleiben. Die Planung interner Verbindungen hilft dabei, den Slider in den gesamten Auftritt einzuordnen.
Automatischen Wechsel und bewusste Auswahl unterscheiden
Beobachte zunächst ohne Eingriff, ob die Inhalte selbst wechseln. Notiere den Ausgangszustand und wann ein Text verschwindet. Prüfe danach die vorhandenen Bedienelemente: Kannst du vorwärts und zurückgehen und ein bestimmtes Element erneut auswählen?
Das W3C-WAI-Tutorial zu Karussells nennt unter anderem eine steuerbare Bewegung, Tastaturbedienung und eine verständliche Behandlung des Fokus. Für deinen Rundgang bedeutet das: Eine Person soll den Inhalt in ihrem eigenen Tempo lesen und das gewünschte Ziel bewusst wählen können.
Vergleiche Bild, Überschrift und Link nach jedem Wechsel. Gehören sie weiterhin zum selben Angebot? Ein kurzer Übergang kann verdecken, dass sich nur ein Teil des Elements geändert hat. Notiere den konkreten Zustand, etwa „Bild der Raumplanung, Überschrift des Materialservice“, statt den Fehler nur als unruhige Animation zu beschreiben.
Die Pause als eigenen Prüffall behandeln
Suche eine erkennbare Möglichkeit, die automatische Folge anzuhalten. Aktiviere sie, lies den vollständigen Text und bewege dich anschließend zu einem anderen Bereich der Seite. Beobachte, ob die Inhalte unerwartet wieder weiterlaufen. Prüfe auch, ob eine bewusst gewählte Fortsetzung verständlich funktioniert.
Die W3C-Erläuterung zu Pause, Stop, Hide unterscheidet bewegte von automatisch aktualisierten Informationen und beschreibt die jeweiligen Bedingungen. Bei automatisch aktualisierten Inhalten gilt die dort genannte Fünf-Sekunden-Ausnahme für Bewegung nicht. Ein bloß längeres Wechselintervall ersetzt deshalb nicht automatisch die erforderliche Steuerung. Lass die konkrete Anforderung durch die Betreuung am vorhandenen Element prüfen.
Ein Anhalten nur während des Darüberfahrens mit der Maus ist ein anderer Zustand als eine gewählte Pause. Halte beide Beobachtungen getrennt fest. So kann die Betreuung erkennen, ob lediglich ein vorübergehender Effekt oder eine vom Besucher steuerbare Unterbrechung vorhanden ist.
Tastatur und schmalen Bildschirm gesondert durchgehen
Wiederhole die Auswahl ohne Maus. Erreichst du die Steuerung und den Link des sichtbaren Inhalts? Bleibt erkennbar, welches Element gerade zur Bedienung ausgewählt ist? Für den Einstieg kannst du den Rundgang mit der Tastatur verwenden.
Das W3C-Beispiel zur Karussell-Funktion erläutert Vor- und Zurück-Schaltflächen sowie die Mitteilung des aktuellen Elements an Screenreader. Es beschreibt außerdem, dass der Fokus bei einem Wechsel nicht unverständlich versetzt werden soll. Die Prüfung mit assistiver Technik stimmst du zusätzlich mit entsprechend erfahrener Betreuung ab.
Am Smartphone kontrollierst du Beschriftungen, Text und Schaltflächen erneut. Ein Wischversuch allein bestätigt nicht alle Wege. Werden wichtige Aussagen abgeschnitten, verschwindet ein Link unter einer Bildkante oder liegt ein Pfeil über dem Text? Notiere Gerät, Browser und die betroffene Ansicht.
Einen kleinen, nachstellbaren Prüfbericht übergeben
Verwende für jeden Befund dieselbe Arbeitsvorlage. Eine Aufnahme kann ergänzen, wie sich der Bereich verändert; die Schritte müssen trotzdem nachvollziehbar bleiben.
Seite und Karussell: [öffentliche Adresse und Bereich].
Aufgabe: [gewünschter Inhalt oder Link].
Ausgangszustand: [sichtbares Element, automatischer Wechsel].
Bedienung: [Maus, Tastatur oder Smartphone].
Schritte und Beobachtung: [konkrete Folge].
Gewünschte Korrektur: [steuerbare, verständliche Handlung].
Nachprüfung: [gleicher Fall, Datum und Ergebnis].
- Alle vorgesehenen Inhalte lassen sich gezielt wiederfinden.
- Bild, Aussage und Ziel passen im jeweiligen Zustand zusammen.
- Pause und Fortsetzung wurden getrennt beobachtet.
- Der gewählte Inhalt bleibt ausreichend lesbar.
- Tastaturweg und Smartphone-Ansicht sind dokumentiert.
Diese Liste ist eine begrenzte Funktionsprüfung. Sie ersetzt keine umfassende Bewertung aller Anforderungen an Barrierefreiheit. Auch die Auswahl oder Dateigröße der Bilder ist ein eigener Prüfpunkt.
Auf einen stabilen Website-Einstieg verlinken
Ein Link aus dem Unternehmensverzeichnis sollte zu einer Seite führen, auf der die angekündigte Leistung zuverlässig auffindbar ist. Prüfe den Einstieg auch dann, wenn gerade ein anderes Karussellbild erscheint.
Für mehrere Veröffentlichungen umfasst das Backlink-Paket für 399 € pro Jahr zehn Backlinks mit redaktionell umzusetzenden Platzierungen und einer Linkübersicht. Das ist ein Jahresgesamtpreis mit jährlicher Verlängerung. Neue bezahlte GoAustria-Profillinks bleiben sponsored/nofollow; eine Google-Position wird nicht zugesichert. Vergleiche Leistungen und Bedingungen. Die Überarbeitung eines Sliders beauftragst du gesondert bei deiner Website-Betreuung.
Häufige Fragen
Muss eine Bilderfolge automatisch wechseln?
Besprich den tatsächlichen Informationszweck. Eine manuelle Auswahl oder eine statische Übersicht kann für denselben Inhalt infrage kommen. Entscheidend ist, ob Besucher das angekündigte Angebot verstehen und gezielt erreichen.
Bestätigt ein sichtbarer Pausenknopf bereits die richtige Funktion?
Prüfe das Verhalten nach der Aktivierung und beim weiteren Benutzen der Seite. Die Beschriftung allein zeigt nicht, ob der Wechsel tatsächlich unterbrochen bleibt und wieder bewusst gestartet werden kann.
Reicht der Test des ersten Bildes?
Nein. Gehe alle vorgesehenen Inhalte und ihre Links durch. Auch spätere Elemente können andere Textlängen, Ziele oder Darstellungsfehler haben.


