Eine Sprache passend zum realen Angebot auswählen
Beginne mit den Personen, für die die Veröffentlichung gedacht ist. Welche Sprache benötigen sie, um dein Angebot zu verstehen und eine Anfrage zu stellen? Prüfe anschließend, ob dein Betrieb diese Anfragen auch in der genannten Sprache bearbeiten kann.
Unterscheide Sprache und Einsatzgebiet. Eine englische Website bedeutet nicht automatisch, dass du weltweit lieferst oder vor Ort arbeitest. Beschreibe den tatsächlichen Standort, betreute Regionen und vorhandene Kontaktmöglichkeiten weiterhin zutreffend.
Fiktives Planungsbeispiel: Ein österreichischer Veranstaltungsdienstleister möchte sein Angebot für deutsch- und englischsprachige Anfragen erklären. Er könnte die angebotenen Leistungen und den Ablauf in beiden Sprachen prüfen und intern festlegen, wer diese Kontakte bearbeitet. Das Beispiel beschreibt weder einen bestehenden Betrieb noch einen zugesicherten Kundenzuwachs.
Wähle eine brauchbare Sprachversion für den geplanten Veröffentlichungstext. Wenn der Beitrag ein deutsches Angebot erläutert, sollte der Einstieg auf der Zielseite verständlich dazu passen.
Den vollständigen Weg bis zur Anfrage prüfen
Öffne die betreffende Sprachversion und gehe bis zur Kontaktmöglichkeit. Sind nur Überschrift und Menü übersetzt oder auch die Informationen, die für eine Entscheidung nötig sind? Eine übersetzte Startseite hilft wenig, wenn Leistungsbeschreibung und Formular anschließend unverständlich werden.
- Angebot: Leistungen und Zielgruppe sind in der gewählten Sprache erklärt.
- Ort: Standort und tatsächliches Einsatzgebiet sind eindeutig.
- Ablauf: benötigte Angaben und nächster Schritt sind nachvollziehbar.
- Kontakt: Beschriftungen und Formularhinweise passen zur Sprache.
- Nachricht: eine vorhandene Eingangsbestätigung ist verständlich.
- Betreuung: eine zuständige Person kann die Anfrage bearbeiten.
Eine sprachkundige Person sollte besonders mehrdeutige Fachbegriffe und Zusagen prüfen. Ändert sich dein Angebot, halte die betroffenen Sprachfassungen gemeinsam aktuell. Eine Version darf nicht versehentlich alte Leistungen oder andere Besuchsmöglichkeiten versprechen.
Eine nachvollziehbare Adresse je Sprachversion vorbereiten
Google empfiehlt in seiner Dokumentation zu mehrsprachigen Websites unterschiedliche URLs für verschiedene Sprachversionen, statt Inhalte ausschließlich über Cookies oder Browsereinstellungen auszutauschen. Dadurch lässt sich auch eine konkrete Fassung für die Veröffentlichungsplanung benennen.
Als rein technisches Beispiel könnten example.com/de/leistungen/ und example.com/en/services/ zwei entsprechende Seiten darstellen. Das sind Beispieladressen, keine vorgeschriebene Ordnerstruktur und keine realen Platzierungen. Verwende die tatsächlich vorhandenen URLs deiner Website.
Öffne die vorgesehene Adresse ohne vorherige Anmeldung am Computer und am Smartphone. Landest du in der erwarteten Fassung? Stimmen Inhalt und Kontaktweg? Falls die URL ohne gespeicherte Einstellung anders reagiert, kläre das mit deiner Website-Betreuung, bevor du sie weitergibst.
Der Ratgeber zur Wahl der Zielseite ergänzt die Entscheidung zwischen allgemeiner Unternehmensvorstellung und einer konkreten Leistung.
Den Sprachwechsel als echten Nutzungsschritt testen
Suche von einer Leistungsseite aus den Wechsel zur anderen Sprache. Erreicht man dort dieselbe Leistung oder nur eine allgemeine Startseite? Kontrolliere insbesondere Kontakt und Anfragevorbereitung nach dem Wechsel. Eine sichtbare Sprachwahl sollte zu einer nutzbaren Fassung führen.
Google empfiehlt in der Dokumentation Links zwischen Sprachversionen und rät von automatischen Weiterleitungen allein aufgrund einer angenommenen Nutzersprache ab. Lass deshalb prüfen, ob Besucher ihre gewünschte Fassung selbst öffnen können, auch wenn ihre Browser-Einstellung anders lautet.
Für die Zuordnung entsprechender Seiten beschreibt Google außerdem hreflang-Annotationen. Die technische Umsetzung gehört zur Betreuung deiner eigenen Website. Eine externe Unternehmensveröffentlichung richtet diese Kennzeichnung nicht automatisch ein und garantiert keine bestimmte Suchposition.
Du musst für eine erste Verzeichnisplanung nicht selbst technischen Code bearbeiten. Eine Liste der korrespondierenden URLs und ein getesteter Kontaktweg geben deinem zuständigen Team eine konkrete Grundlage.
Sprachwünsche und Zieladresse im Briefing festhalten
GoAustria ist derzeit ein deutschsprachiges Verzeichnis. Das Bestellformular enthält eine Website-Adresse und eine Unternehmensbeschreibung, aber keine separate Auswahl für Sprachversionen oder ein Übersetzungspaket. Eine zusätzliche fremdsprachige Profilfassung ist im aktuellen Umfang nicht zugesichert.
Unternehmen: [Name]
Veröffentlichter Schwerpunkt: [Angebot]
Sprache des geplanten Texts: [Sprache nach Abstimmung]
Gewünschte Zieladresse: [vorhandene URL]
Weitere Sprachfassung: [URL, falls vorhanden]
Anfragen bearbeiten wir in: [tatsächlich betreute Sprachen]
Bitte klären Sie, welche Darstellung im vorgesehenen Veröffentlichungsformat möglich ist.
Diese Vorlage dient der Vorbereitung, nicht der Zusage beliebiger Sprachen oder mehrerer Links pro Profil. Kläre besondere Wünsche über den Kontakt vor der Bestellung. Bei mehreren Veröffentlichungen hältst du die abgestimmte Zieladresse je Platzierung fest.
Für den tatsächlichen Umgang mit Nachrichten hilft der Leitfaden zur Anfragebearbeitung. Ein Sprachwechsel auf der Website und eine sprachkundige Rückmeldung im Betrieb gehören zusammen.
Veröffentlichungsumfang und Website-Pflege getrennt planen
Das Österreich-Paket für 99 € pro Jahr umfasst Veröffentlichungen auf goaustria.at, businesses.at und wienzeitung.at. Der Betrag ist ein Jahresgesamtpreis mit jährlicher Verlängerung. Nach Zahlungsbestätigung werden die Angaben geprüft; die zusätzlichen Platzierungen benötigen redaktionelle Umsetzung.
Eine Übersetzungsleistung, mehrsprachige Profilseiten oder technische Änderungen an deiner Website sind dadurch nicht zugesichert. Vergleiche die Paketleistungen und Bedingungen mit dem tatsächlich benötigten Umfang. Im Verzeichnis kannst du die vorhandene Darstellung kennenlernen.
Neue bezahlte GoAustria-Profillinks bleiben sponsored/nofollow. Bereite als nächsten Schritt eine erreichbare Zieladresse und einen vollständig verständlichen Anfrageweg vor. So kannst du die Veröffentlichung konkret abstimmen und spätere Änderungen in allen betreuten Sprachfassungen nachhalten.
Häufige Fragen
Muss ein österreichischer Betrieb eine englische Website haben?
Das hängt von der tatsächlichen Zielgruppe und Betreuung ab. Bereite die Sprache vor, in der deine Interessenten Informationen und einen nutzbaren Kontaktweg benötigen; eine zusätzliche Sprache ist keine pauschale Voraussetzung.
Wird mein GoAustria-Profil mit dem Österreich-Paket automatisch übersetzt?
Eine Übersetzung oder zusätzliche fremdsprachige Profilfassung ist im aktuellen Paketumfang nicht zugesichert. Besondere Wünsche musst du vorab mit dem Betreiber klären.
Reicht eine englische Startseite für internationale Anfragen?
Prüfe auch Leistung, Standort, Formularhinweise und Rückmeldung. Besucher sollten den gesamten angekündigten Weg verstehen können, und der Betrieb muss die gewählte Sprache tatsächlich betreuen können.
