Mit einer konkreten Frage statt einer allgemeinen Werbeschau beginnen
Wähle eine Frage, die ein neuer Interessent vor der Kontaktaufnahme tatsächlich hat. Das kann die Vorbereitung eines Erstgesprächs, eine Materialauswahl oder der Ablauf einer Besichtigung sein. Notiere zuerst, welche Information nach dem Ansehen klar sein soll.
Ein Überblick über das ganze Unternehmen und eine Anleitung für einen einzelnen Schritt benötigen unterschiedliche Inhalte. Entscheide, welche Aufgabe dein Film übernimmt. Verwende echte Abläufe und zeige nur Leistungen, die dein Betrieb tatsächlich anbietet.
Fiktives Beispiel: Eine Tischlerei plant ein Video dazu, welche Fotos Interessenten für eine erste Möbelanfrage bereitstellen können. Der Film erklärt die Vorbereitung und ersetzt weder ein Aufmaß noch ein verbindliches Angebot. Dieses Beispiel beschreibt kein vorhandenes Video eines Kunden und enthält keine Aussage über dessen Ergebnisse.
Eine kurze Inhaltsvorlage vor der Aufnahme ausfüllen
Schreibe den Ablauf in verständlichen Sätzen auf, bevor du über Kamera oder Schnitt entscheidest. Für einen vorhandenen Film kannst du dieselbe Vorlage als Prüfliste verwenden:
Frage des Zuschauers: [konkretes Anliegen]
Erklärung zu Beginn: [was das Video beantwortet]
Gezeigte Schritte: [tatsächlicher Ablauf]
Wichtige Grenzen: [was damit noch nicht geklärt wird]
Nächster Schritt: [passende Information oder Kontaktweg]
Geprüft von: [zuständige Person im Betrieb]
Vermeide Aussagen, die sich nur durch das Bild erschließen, wenn sie für das Verständnis nötig sind. „So sieht die richtige Unterlage aus“ erklärt ohne weitere Beschreibung wenig. Benenne die wesentlichen Merkmale und halte die Aussage fachlich richtig.
Die WAI-Hinweise zur Beschreibung visueller Informationen erläutern unter anderem, wie relevante Bildinformationen bereits in den gesprochenen Ablauf aufgenommen werden können. Das lässt sich bei einer neuen Aufnahme früh mitplanen.
Untertitel inhaltlich und zeitlich kontrollieren
Untertitel sollen das Gesagte und weitere für das Verständnis wichtige Audioinformationen vermitteln. Die W3C-WAI-Anleitung zu Untertiteln erklärt, dass automatisch erzeugte Fassungen zunächst geprüft und häufig bearbeitet werden müssen. Eine automatisch angezeigte Textspur ist deshalb noch kein verlässlicher Qualitätsnachweis.
Kontrolliere besonders Unternehmensnamen, Fachbegriffe, Zahlen und verneinte Aussagen. Prüfe außerdem, ob der Text zum jeweils gesprochenen Abschnitt erscheint und am Smartphone gut gelesen werden kann. Lass die fachliche Aussage von der zuständigen Person im Betrieb bestätigen.
Sieh den Film auch ohne Ton an. Werden die wichtigen Informationen verständlich, oder fehlen Hinweise, die nur gesprochen wurden? Ein solcher Rundgang hilft bei der Redaktion; er ersetzt keine vollständige fachliche Prüfung aller Anforderungen an zugängliche Medien.
Zusammenfassung und Transkript bewusst unterscheiden
Eine kurze Zusammenfassung auf der Website erklärt, worum es im Video geht. Ein Transkript macht den Inhalt als Text zugänglich. Das sind unterschiedliche Aufgaben: Ein Werbesatz unter dem Player ist keine vollständige Textfassung des gezeigten Ablaufs.
Die WAI-Anleitung zu Transkripten unterscheidet eine Wiedergabe der Audioinhalte von beschreibenden Transkripten mit relevanten visuellen Informationen. Sie empfiehlt, die Textfassung oder den Link darauf leicht auffindbar beim Video anzubieten.
Prüfe die Textfassung gegen die veröffentlichte Videoversion. Wenn ein entscheidender Schritt nur eingeblendet wird, sollte er nicht in der Beschreibung fehlen. Halte Überschriften und Absätze lesbar und verlinke den tatsächlichen nächsten Schritt. Verwende für die Textdatei oder Seite dieselbe interne Versionskontrolle wie für den Film.
Die Informationen auch außerhalb des Players bereitstellen
Öffne die Website ohne vorherige Anmeldung. Ist erkennbar, was das Video erklärt? Findet man die wesentliche Leistung und den Kontaktweg auch, bevor man auf Wiedergabe drückt? Ein Interessent sollte nicht den gesamten Film absuchen müssen, um den richtigen Betrieb zu erreichen.
Teste Start, Pause, Untertitelwahl und einen vorhandenen Vollbildmodus am Smartphone. Prüfe, ob die vorgesehene Textfassung erreichbar bleibt. Wenn ein externer Videodienst verwendet wird, kontrolliere den tatsächlich sichtbaren Zustand für einen neuen Besucher und kläre technische Probleme mit deiner Website-Betreuung.
Die Checkliste zu internen Verbindungen hilft beim Weg vom erklärenden Inhalt zur Anfrage. Ein Clip kann den Webtext ergänzen; er muss keine brauchbare Leistungsbeschreibung verdrängen.
Video, Profiltext und Paketumfang aufeinander abstimmen
Beschreibe im Firmenprofil die tatsächliche Leistung. Wenn deine Website ein Video dazu anbietet, sollte es den angekündigten Inhalt unterstützen. Überprüfe Film, Untertitel und Textfassung erneut, sobald sich der gezeigte Ablauf ändert. Benenne dafür eine zuständige Person.
GoAustria bietet im aktuellen Eintragsformular keinen Video-Upload und im Paketumfang keine Videoproduktion oder Untertitelbearbeitung. Eine Videoeinbettung im Firmenprofil ist nicht zugesichert; besondere Wünsche klärst du vorab über den Kontakt. Im Verzeichnis siehst du die vorhandene Profildarstellung.
Das Österreich-Paket für 99 € pro Jahr umfasst Veröffentlichungen auf goaustria.at, businesses.at und wienzeitung.at als Jahresgesamtpreis mit jährlicher Verlängerung. Die Angaben werden nach bestätigter Zahlung geprüft; zusätzliche Platzierungen brauchen redaktionelle Umsetzung. Vergleiche Leistungen und Bedingungen. Neue bezahlte GoAustria-Profillinks bleiben sponsored/nofollow. Feste Besucherzahlen oder Suchpositionen werden nicht garantiert.
Häufige Fragen
Muss jedes Unternehmen für einen Eintrag ein Video haben?
Nein. Ein Video ist keine Voraussetzung für das beschriebene GoAustria-Profil. Verwende es auf deiner Website, wenn es eine echte Informationsaufgabe erfüllt und gepflegt werden kann.
Reichen automatische Untertitel?
Behandle sie als Entwurf und prüfe den vollständigen Inhalt gegen den Ton. Namen, Fachbegriffe und kleine Auslassungen können die Aussage verändern.
Ist eine kurze Zusammenfassung dasselbe wie ein Transkript?
Nein. Die Zusammenfassung benennt die Kernaussage, während ein Transkript den Inhalt als Text wiedergibt. Wichtige visuelle Informationen müssen bei einer beschreibenden Fassung ebenfalls berücksichtigt werden.
